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ZW-Fun: Nachtwächter-Rundgang vom Dienstag, 6. Dezember 2016

Am Dienstag, 6. Dezember 2016 liess Nachtwächter Markus Lienhard für den ZW das Mittelalter wieder auferstehen.
In den historischen Gassen rund um den Lindenhof führte unser Nachtwächter den ZW sicher und unterhaltsam durchs nächtliche Zürich.

Nach Einbruch der Dämmerung, als die Strassenlaternen bereits ihr mattes Licht entsandten und der Glühwein angenehm warm im Magen schwamm, ging um Punkt 19.00 in der Zürcher Altstadt ein Vorhang auf, um Sicht auf ein aussergewöhnliches Schauspiel zu bieten. Alleiniger Hauptdarsteller war ein Herr in altertümlicher Tracht, der – gewappnet mit Rufhorn und Laterne – uns, seinem Publikum, die Welt des zürcherischen Mittelalters ein Stück näherbrachte. Die Reise ins 14./15. Jahrhundert nahm seinen Start am Siegelturm und sollte durch die schmalen Gässchen unserer Altstadt führen, die Dreh- und Angelpunkt für die Ausdehnung unserer frühmittelalterlichen Stadt waren. Auf dem nächtlichen Rundgang wurden wir mit Hintergrundinformationen zum Leben eines damaligen Nachtwächters gespeist. Wir erfuhren über die Gefahren eines solchen Berufes und von Laternenanzündern, Torwächtern, «Hübschlerinnen» und «Überhöcklern». Ebenso wurde uns über den Sinn & Zweck seines um den Hals baumelnden Rufhornes gelehrt, das aus Rinderhorn geschnitzt und in welches zu jeder vollen nächtlichen Stunde geblasen wurde. Begleitet wurde jedes Signal dabei stets durch einen anderen Ruf, was uns natürlich eindrucksvoll demonstriert wurde. So hallte beispielsweise um 22:00 Uhr folgender Satz durch die alten Gassen Zürichs: «Hört Ihr Leut’ und lasst euch sagen, zehn Uhr hat die Glock’ geschlagen».

Um 20.00 Uhr dann war der Spuk vorbei und beschwingt vom mittelalterlichen Geiste, gings ins Restaurant Dézalay zum wohlig-warmen Fondue-Plausch. Schön wars.

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