09
Dezember
19:00 — 21:30

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In der Medienwelt brodelt es: In rasantem Tempo entwickeln sich die elektronischen Medien, und mittendrin ist eine Firma, die sich um deren Vermarktung kümmert: die Goldbach Group.

Michi Frank ist natürlich nicht neutral. Gleichwohl sind die Ausführungen des CEO der auf die Vermarktung von elektronischen Medien spezialisierten Goldbach Media beeindruckend. Gewiss, auch als unbedarfter Medienkonsument hat man mitgekriegt, dass da ein Wandel vonstatten geht, natürlich weiss man, dass das Internet wie ein Tsunami über uns hereingebrochen ist, aber wenn man die Zahlen dann so eins zu eins vorgelegt bekommt, wird man schon ein wenig nachdenklich. Den Auftakt seines wie gewohnt in horrendem Tempo vorgetragenen Referates machte ein Film, der die explosionsartige Entwicklung der Werbung im Internet aufzeigt. Derweil online Werbung um 38% zugenommen hat, ging sie im Printbereich um 20% zurück. Nach diesem Schocker präsentierte Frank die Tätigkeit des Unternehmens, das 2001 gegründet worden und inzwischen in zehn Ländern tätig ist. Rund 500 MitarbeiterInnen zählt die Goldbach Group, und sie repräsentiert 300 Millionen Nutzer. Man kann mit Fug und Recht behaupten, das Unternehmen, das als Vermarkter von Radio Z mit 300’000 Hörerinnen und Hörern bescheiden gestartet ist, hat sich gewaltig entwickelt.

In der Folge ging Frank auf diverse neue Gefässe ein wie etwa die Internet-TV-Sender Wilmaa und Zatoo, welche ebenfalls bei Goldbach vermarktet werden. Sie sind gute Beispiele dafür, in welch horrendem Tempo sich die Medienlandschaft verändert. Neu sind aber nicht nur die Medien, sondern auch die Abrechnungsmethoden. Das Tool TAO ermöglicht es beispielsweise gemäss der Performance abzurechnen. Man bezahlt als Auftraggeber nur soviel wie nachweisbar bei den Konsumenten «angekommen» ist.
Sympathischer Höhepunkt der letzten ZW-Veranstaltung im 2010 war dann der überraschende Besuch des Samichlaus’, der Michi Frank zu einem abrupten Ende zwang. Der bärtige Mann, der samt Fizze, Sack und Schmutzli erschienen war, las einigen Anwesenden die Leviten. Er lobte aber auch und demonstrierte, dass er durchaus modern und lernfähig ist: Der Samichlaus, alias Kili, tat kund, dass er sein altes Buch durch einen Laptop ersetzen werde. Die Digitalisierung hat also inzwischen auch die Fabelwelt erreicht.

Piero Schäfer

 

Gedicht von Sabine Bamert:

Guetä Obe Sänta Klaus

Du bisch doch dä,

wo d’Wärbig het erfunde,

zum numme bringe

neui Chunde.

 

Oder bisch doch unsre Samichlaus?

Denn hanni Guets nur z’brichte

Mir vom Vorstand sind ganz brav gsi

Du hörsch’s – jetz muess i jo scho dichte.

 

Mir hän uns neu erfunde –

Viel investiert in Stunde.

Jetzt wämmer neui Lüüt im Klub,

wo Kontakt knüpfe, schwupp di wupp.

 

Und drum mi liebe Samichlaus

Ich find mir hän verdient din Schmaus.

Uff dass dr Wärbeklub no lang cha läbe

Und immer nach em Beschte sträbe.

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Date:
09.12.2010
Time:
19:00 - 21:30
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